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TUI: Keine Wertschätzung für Auszubildende

TUI: Keine Wertschätzung für Auszubildende

Die Verhandlungen zwischen ver.di und der TUI über einen Tarifvertrag für Auszubildende, ein Bestandteil des Zukunftstarifvertrags, sind ins Stocken geraten. Streitpunkt ist die Übernahme der Auszubildenden.

ver.di fordert, dass pro Jahr mindestens 105 Kolleg/innen (20 Prozent von ihnen unbefristet und 80 Prozent befristet für ein Jahr) nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis bei der TUI Deutschland GmbH übernommen werden.

Die Arbeitgeberseite ist zwar bereit, 20 Prozent unbefristet zu übernehmen. Darüber hinaus sollen aber lediglich weitere 10 Prozent für ein Jahr befristet übernommen werden. Dieses Arbeitsplatzangebot soll nicht in der TUI Deutschland GmbH, sondern irgendwo in einer nationalen oder internationalen Konzerngesellschaft erfolgen können. Und: Ginge es nach den TUI-Vertretern, würde dieser Tarifvertrag erst im Jahre 2017 in Kraft treten. Diejenigen, die in den beiden kommenden Jahren die Ausbildung erfolgreich beenden, hätten damit keinen Anspruch auf einen Arbeitsplatz.

Auch in anderen Punkten zeigten sich die TUI-Vertreter unnachgiebig. Dies betraf die Forderungen nach Fahrtkostenzuschuss, Erhöhung des Urlaubsgeld auf 300 Euro und kostenlose Ausbildungsmittel.

Dazu Gerd Denzel, zuständiger Fachgruppenleiter bei ver.di: "Die Azubis fragen sich zu Recht, ob sie nur billige Arbeitskräfte sind."

Dabei liegt eine Lösung des Problems aus ver.di-Sicht nahe: Viele ältere Kolleg/innen im Konzern würden gerne zu vernünftigen Konditionen in Altersteilzeit gehen. Beide Themen, der Anspruch auf Übernahme und der Anspruch auf Altersteilzeit, ließen sich also tarifvertraglich harmonisch regeln. "Das sind zwei Seiten einer Medaille", so Denzel.