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Touristik: Stabiles Branchenwachstum, aber keine höheren Löhne

Touristik: Stabiles Branchenwachstum, aber keine höheren Löhne

Angesichts des stabilen Umsatzwachstums des Reisebranche von rund zwei Prozent fordert ver.di, endlich die berechtigten Tarifforderungen der Beschäftigten in der Touristikbranche zu berücksichtigen.

Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes Norbert Fiebig hatte auf der Jahrestagung des Branchenverbandes Anfang Dezember die ersten Hochrechnungen der Wirtschaftsergebnisse für das gerade beendete touristische Geschäftsjahr 2013/14 (Stichtag: 31. Oktober) vorgestellt: Der Gesamtumsatz im Veranstaltermarkt wird damit auf voraussichtlich insgesamt fast 25,8 Milliarden Euro klettern. Die endgütigen Ergebnisse wird der DRV im März 2015 auf der ITB Berlin veröffentlichen. Bis auf das Wirtschaftskrisenjahr 2009 sei damit die Branche stetig gewachsen. So auch in diesem Jahr wieder. Damit sei die Touristikbranche "ein Fels in der Brandung", so Fiebig. "Was die Tarifverträge anbelangt, gleicht die Branche eher einem Schweizer Käse. Die Tarifgemeinschaft des DRV schrumpft stetig, immer mehr Unternehmen flüchten aus dem Flächentarifvertrag", skizziert Gerd Denzel, ver.di-Fachgruppenleiter für die Reisebranche, die Situation aus Sicht der Beschäftigten. "Bei einem Wachstum der Branche und Gewinnen der Unternehmen sind stagnierende Gehälter völlig inakzeptabel", so Denzel.