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Touristikbranche: Eine Million Kunden weniger - jetzt mit ver.di …

Touristikbranche: Eine Million Kunden weniger - jetzt mit ver.di Arbeitsplätze sichern

Die Touristikbranche ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: 2015 unternahmen die Deutschen 109 Millionen mehrtägige Urlaubsreisen, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von fünf Prozent. Zusammen mit den sonstigen Privatreisen haben sie insgesamt mehr als 58 Milliarden Euro ausgegeben, fast sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Allerdings fehlen der Touristikbranche im Vergleich zum Vorjahr zurzeit Sommerbuchungen von fast einer Million. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Reiseverhalten der Deutschen hervor.

Die GfK kommt dabei weitgehend zu den gleichen Aussagen wie Reisebüros und Veranstalter: Vor allem die Urlaubsländer im östlichen Mittelmeer und in Nordafrika verzeichnen hohe Einbußen, während es im westlichen Mittelmeer brummt. Karibische Ziele, insbesondere Kuba, liegen im Trend. Auch Südafrika, der Indische Ozean und Nordamerika laufen vergleichsweise gut.

Angesichts dieser Trends empfiehlt Gewerkschaftssekretär Walter Lochmann den Beschäftigten der Branche, sich in ver.di zu organisieren: "Die Gewerkschaft ist jetzt wichtig wie nie", so Lochmann. "Wir müssen jetzt Arbeitsplätze sichern, das heißt auch Mehrarbeit und Überstunden eindämmen und verhindern, dass die Arbeitgeber die Gunst der Stunde nutzen und lange geplante Einsparungen mit der Krise begründen."