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Erster Mai: Christine Behle betont Bedeutung der Gewerkschaften

Erster Mai: Christine Behle betont Bedeutung der Gewerkschaften

Bei ihrer Rede zum 1. Mai ging die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle auf die Folgen der Pandemie für die Arbeitnehmer*innen ein. „Tausende Arbeitnehmer*innen sind arbeitslos oder in Kurzarbeit, ganze Branchen wie das Gaststätten-, das Veranstaltungsgewerbe oder der Tourismus liegen am Boden“, sagte Behle bei der 1. Mai-Kundgebung in Ingolstadt. Viele Beschäftigte erlebten im Homeoffice Fluch und Segen der Digitalisierung, so Behle. Gleichzeitig arbeiteten Pflegekräfte, Ärzt*innen, Kassierer*innen, Reinigungskräfte, Erzieher*innen und viele andere Berufsgruppen am Limit, um die Versorgung aufrecht zu erhalten. Und Millionen Kinder könnten nicht normal zur Schule gehen. Die Pandemie habe immense gesellschaftliche Folgen: „Das Virus trifft die Verwundbaren besonders hart und verschärft so die soziale Spaltung unserer Gesellschaft.“

In dieser historischen Krise zeige sich wieder einmal, wie wichtig Gewerkschaften für die arbeitenden Menschen sind. Behle: „In den vergangenen Monaten dieser Pandemie konnten wir Einkommen sichern, Entlassungen verhindern und soziale Härten abfedern. Wir konnten das Kurzarbeitergeld durch Tarifverträge aufstocken und seine gesetzliche Erhöhung durchsetzen.“ Zudem seien Prämien und ein Anstieg der Tariflöhne um durchschnittlich zwei Prozent erstritten worden. Ein großer Erfolg: Denn all diese gewerkschaftlichen Erfolge seien unter äußerst schwierigen Bedingungen errungen worden.