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Touristik: Reiseverband tritt auf der Stelle

Touristik: Reiseverband tritt auf der Stelle

Der wiederholte Versuch von ver.di, den Flächentarifverträgen in der Touristik zu beleben, ist Ende Juni abermals gescheitert. Die Tarifgemeinschaft des Deutschen Reiseverbandes (DRV-T) hat sämtliche Vorschläge der ver.di-Bundestarifkommission abgelehnt.

Dazu gehörten:

  1. Unveränderte (Wieder-)Inkraftsetzung der von der DRV-T gekündigten §§ 3 bis 5 des Manteltarifvertrages (hier geht es um Arbeitszeit, Mehrarbeit und Zuschläge).
  2. Tarifierung der von der DRV-T empfohlenen Gehaltserhöhungen von insgesamt 7,1 Prozent für die Jahre 2011-2013 und Verhandlungen über Erhöhungen für das Jahr 2014.
  3. Einführung einer leistungsorientierten Gehaltskomponente „on top“, also zusätzlich zur Grundvergütung.

Seit vier Jahren beharrt die DRV-T stur auf einer Variabilisierung eines Teils des bestehenden Gehalts. Eine für ver.di völlig inakzeptable Forderung, da sie das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten verlagert - macht das Unternehmen keinen Gewinn, müssen die Beschäftigten auf Teile ihres Gehalts verzichten.
Die Blockadehaltung der DRV-T sorgt für eine Erosion der Tarifgemeinschaft, immer mehr Mitgliedsunternehmen kehren ihr den Rücken.

"Kommen die Verantwortlichen der DRV-T nicht schnellstens zur Vernunft, haben die Flächentarifverträge der Touristik keine Zukunft", sagt Gerd Denzel, zuständiger Fachgruppenleiter bei ver.di. "Dann geht es für ver.di darum, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Touristik durch Haustarifverträge zu verbessern."