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Lünendonk-Studie: Entgeltgruppe 1 dominiert

Leiharbeit

Lünendonk-Studie: Entgeltgruppe 1 dominiert

Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Lünendonk sind über ein Drittel aller Leiharbeitnehmer/innen in die unterste Entgeltgruppe 1 eingruppiert. Im Tarifgebiet West beträgt der Anteil 35,5 Prozent, im Tarifgebiet Ost sogar 37,7 Prozent. In der nächsthöheren Entgeltgruppe 2 arbeiten hingegen lediglich 15,1 Prozent im Westen und 15,7 Prozent im Osten.

Das müsste sich nach der Neufassung der Tätigkeitsmerkmale, gültig seit Anfang November 2013, deutlich ändern. Nunmehr darf in die Entgeltgruppe 1 nur noch eingruppiert werden, wer Tätigkeiten ausübt, "die eine betriebliche Einweisung erfordern". Einweisen bedeutet in diesem Zusammenhang, eine/n Arbeitnehmer/in in eine bestimmte Arbeitsumgebung einzuführen und ihr/ihm bestimmte Instruktionen über die zu verrichtende Arbeit zu geben (Beispiele: Container entladen; Botengänge; Spülhilfe). Hingegen gehören alle Tätigkeiten, die darüber hinaus gehen, also "eine Anlernzeit erfordern", in die Entgeltgruppe 2. Anlernen bedeutet Einarbeiten im Sinne von systematischem Einüben, und sei es nur von geringer zeitlicher Dauer.

Leiharbeitnehmer/innen, die in Entgeltgruppe 1 eingruppiert sind, sollten ihre Eingruppierung überprüfen (lassen). Gewerkschaftsmitglieder erhalten die entsprechende rechtliche Beratung kostenlos.

Quelle: Pressemitteilung BoxID 640363