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Tourismus: Tourismus-Service-Butjadingen erteilt ver.di Hausverbot

Tourismus: Tourismus-Service-Butjadingen erteilt ver.di Hausverbot

Nach laufenden Gesprächen über einen Haustarifvertrag für die Beschäftigten der Tourismus-Service-Butjadingen (TSB) hat der Geschäftsführer des Unternehmens dem zuständigen ver.di-Gewerkschaftssekretär Hausverbot erteilt. Dabei sollte es Mitte Februar ein weiteres Treffen zwischen Betriebsrat, ver.di und Arbeitgeber geben.

Zum Hintergrund: Das Unternehmen will zwar über einen Tarifvertrag "Gespräche", aber keine Verhandlungen führen. Der nun ausgeschlossene Gewerkschafter Frank Buscher hatte den Geschäftsführer der TSB jedoch Anfang September 2015 ausdrücklich zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die TSB zahle seinen 33 Beschäftigten im Vergleich zu anderen Tourismusgesellschaften an der Küste zu wenig.

Der Geschäftsführer bezeichnete die Verhandlungsaufforderung von Buscher in einer Email als "Kriegserklärung".

Die Vorsitzende der Bundesfachgruppe Touristik, Freizeit, Wohlbefinden, Gabriele Landen, sowie zahlreiche Betriebsräte der Branche haben den betroffenen Kolleg/innen der TSB ihre Solidarität erklärt. In der Resolution heißt es: "Wir versichern Euch unserer Solidarität und erwarten, dass die Geschäftsführung das Hausverbot gegen den ver.di-Sekretär Frank Buscher sofort zurücknimmt und die grundgesetzlich geschützte gewerkschaftliche Tätigkeit im Betrieb umgehend wieder zulässt."