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Unterschriftenaktion "Sonntagsarbeit - Nein, danke!" läuft sehr gut an - 759 Unterschriften am Rande des ver.di-Bundeskongresses in Leipzig gesammelt

Seit dem 15. September 2015 läuft die bundesweite Unterschriftenaktion, mit der sich ver.di und die Beschäftigten in Call Centern gegen eine weitere Ausnahmeregelung vom generellen Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit in Call Centern einsetzen. Diese Forderung wurde nun auch von einer großen Mehrheit der Delegierten des ver.di-Bundeskongresses letzte Woche in Leipzig unterstützt. Ehrenamtliche Delegierte aus Call Centern standen an einem Infotisch den Anwesenden für Informationen und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung, insgesamt 759 solidarische Stützunterschriften wurden gesammelt.

Dazu Ulrich Beiderwieden, bei ver.di im Fachbereich Besondere Dienstleistungen für Call Center zuständig: "Die hohe Anzahl der Unterschriften ist ein gutes Zeichen der Solidarität innerhalb von ver.di. Beschäftigte aus allen Regionen und den unterschiedlichsten Branchen unterstützen die Call Center Beschäftigten bei ihrer Position, dass Verbot der Arbeit an Sonn- und Feiertagen nicht weiter auszuhöhlen."

Mit der Unterschriftenaktion will ver.di die Position der Beschäftigten deutlich machen und ein Signal an die Politik senden. Der arbeitsfreie Sonntag sei eine soziale Errungenschaft und als Tag der Ruhe und Erholung unverzichtbar. "Sonn- und Feiertage müssen durch die Beschäftigten selbstbestimmt bleiben. Wirtschaftliche Interessen haben hier zurückzutreten", betont ver.di-Call-Center-Experte Ulrich Beiderwieden: "Callcenter können bei Bedarf und Nachfrage an sechs Tagen rund um die Uhr erreichbar und tätig sein, also insgesamt 144 Stunden. Damit können aus unserer Sicht die Bedürfnisse von Kunden und die geschäftlichen Aktivitäten der Anbieter in guten Einklang miteinander gebracht werden."