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Wohnungswirtschaft: ver.di fordert nach der geplatzten Übernahme der Deutsche Wohnen Tarifverhandlungen

ver.di zeigt sich erleichtert über die geplatzte Übernahme der Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen durch Deutschlands größten Immobilienkonzern Vonovia. Die geforderte Mindestannahmequote von 50 Prozent wurde verfehlt. Die Deutsche Wohnen hatte sich gegen die Übernahme gewehrt.

Bei einem Erfolg des 14 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebots wäre ein neuer Wohnungsriese mit mehr als 500.000 Einheiten entstanden. "Nun kann sich Vonovia endlich auf die Tarifverhandlungen mit uns konzentrieren, die sie bisher nur verzögern", sagt Carla Dietrich, zuständige ver.di-Sekretärin. "Wir haben von Anfang an keinen Vorteil für Beschäftigte und Mieter/innen in der Übernahme gesehen." ver.di hat zwei Vonovia-Gesellschaften zu Tarifverhandlungen aufgefordert, um das Gehalt und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten spürbar zu verbessern. Mittlerweile fallen bei Vonovia nur noch 20 Prozent der knapp 6.000 Beschäftigten unter die Tarifbindung des Flächentarifvertrags der Wohnungswirtschaft.

Auch der Berliner Mieterverein begrüßte, dass nun der Konzentrationsprozess auf den Wohnungsmärkten zunächst unterbrochen sei.