Etwa eine Million Menschen sind inzwischen bei Leiharbeitsfirmen beschäftigt, ein Höchststand: Die meisten in der Metall- und Elektroindustrie oder auf dem Bau, aber auch in den ver.di-Branchen, im Gesundheits- und Pflegebereich, im Verkehr oder Handel, selbst in öffentlichen Verwaltungen. 65 Prozent aller Leiharbeitnehmer/innen bleiben deutlich unter der Niedriglohnschwelle.

Zum Juni 2016 gab es für sie die letzte Tariferhöhung. Die Stundenlöhne der untersten Entgeltgruppen stiegen dabei von 8,80 EUR auf 9,00 EUR in den westlichen und von 8,20 EUR auf 8,50 EUR in den östlichen Bundesländern. So war es beim Tarifabschluss 2013 vereinbart worden. Da gab es den gesetzlichen Mindestlohn noch nicht. Dass künftig ein deutlicher Abstand zum Mindestlohn durchgesetzt wird, dafür treten die Gewerkschaften in der aktuellen Entgeltrunde an.

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