Wach- und Sicherheitsgewerbe

Aviation: Betriebsratsmobbing bei Luftsicherheitsfirma I-SEC

Aviation: Betriebsratsmobbing bei Luftsicherheitsfirma I-SEC

Betriebsratsmobbing am Frankfurter Flughafen. Die Geschäftsführung der I-SEC Deutsche Luftsicherheit GmbH versucht, ihren Betriebsrat vom Arbeitsgericht absetzen zu lassen. Zudem wurde dem Betriebsratsvorsitzenden unter Anführung absurder Gründe eine „Anfechtung“ seines Arbeitsvertrages übergeben, sein Flughafenausweis wurde einbehalten und ihm Hausverbot erteilt.

Die I-SEC führt Luftsicherheitskontrollen im Auftrag der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt am Main durch. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1400 Mitarbeiter*innen. Seit mehreren Jahren setzt sich der Betriebsrat für bessere Arbeitsbedingungen im Bereich Dienstplanung, Arbeits- und Gesundheitsschutz ein und befindet sich dazu in der Auseinandersetzung mit der Geschäftsführung. Mit welchen Bandagen die Geschäftsführung hier kämpft, zeigt das Engagement des als „Rausschmeißer“ (Süddeutsche Zeitung) bekannten Rechtsanwalts Helmut Naujoks.

Die versuchte Absetzung des Betriebsrats und das Hausverbot für seinen Vorsitzenden kommen nicht von ungefähr. Der Betriebsrat war gerade in Vorbereitung einer Betriebsversammlung, um die Kolleginnen und Kollegen über die geplante gerichtliche Klärung der Auseinandersetzungen mit der Geschäftsführung zu informieren.

Gefordert ist jetzt der Auftraggeber der I-SEC. „Das Bundesinnenministerium muss diesem Treiben sofort ein Ende setzen und die Forderung von ver.di unterstützen, dass Geschäftsführer Glenn Murphy wieder mit dem Betriebsrat im Sinne der Beschäftigten zusammenarbeitet“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Arno Peukes. Für den Fall, dass die Unternehmensleitung nicht von ihrem unsinnigen Handeln ablasse, würden von ver.di rechtliche Schritte geprüft. „Eines sollte auch in Frankfurt klar sein: Die von der deutschen Gewerkschaftsbewegung über Jahrzehnte erkämpften Arbeitnehmerrechte stellen wir nicht zur Verhandlung“, so Peukes.