Wach- und Sicherheitsgewerbe

Aviation: Weitere Warnstreiks

Aviation: Weitere Warnstreiks

ver.di hat die Beschäftigten des Sicherheitspersonals an verschiedenen bundesdeutschen Flughäfen am 15. Januar erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Wie bei den vorherigen Streiks ist mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen.

"Noch immer hat der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nicht mit einem verhandlungsfähigen Angebot reagiert, obwohl die Beschäftigten in den vorangegangenen Warnstreiks eindrucksvoll deutlich gemacht haben, dass sie bereit sind, für ihre Forderungen einzutreten“, betont ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher.

„Es wäre den Arbeitgebern möglich gewesen, auf die Warnsignale zu reagieren. Dadurch, dass sie – völlig unverständlich – keine Bereitschaft gezeigt haben, ein verbessertes Angebot vorzulegen, ist eine Ausdehnung der Warnstreiks notwendig geworden“, so Ute Kittel, die im ver.di-Bundesvorstand diesen Tarifbereich verantwortet. Sie wies des Weiteren darauf hin, dass die Beschäftigten über die Haltung der Arbeitgeber enttäuscht seien und ihre verantwortungsvolle und schwierige Tätigkeit nicht ausreichend wertschätzen würden. „Jetzt hilft keine weitere Blockade, sondern unverzüglich ein verbessertes Angebot des Arbeitgeberverbandes. Wir sind bei einem guten Angebot verhandlungs- und abschlussbereit“, betont die Gewerkschafterin.

Die Streiks stehen im Zusammenhang mit bislang vier erfolglosen bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen dem BDLS und ver.di. Die Arbeitgeber hatten in der letzten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 ihr Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll erst nach fünf Jahren beendet sein. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber beläuft sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent.

Die Verhandlungen werden am 23. Januar 2019 in Berlin fortgesetzt.