Wach- und Sicherheitsgewerbe

Dramatisch schlechte Arbeitsbedingungen

Sicherheitsbranche: ver.di-Befragung zeigt dramatisch schlechte Arbeitsbedingungen

Eine aktuelle ver.di-Befragung zeigt dramatisch schlechte Arbeitsbedingungen in der Sicherheitsbranche. In allen Teilbranchen geben die Beschäftigten an, dass die Einkommen der eigenen Leistung nicht annähernd entsprechen und dass die täglichen Arbeitsbedingungen krankmachen. Auch für die ver.di begleitenden Expert*innen hat es noch keine Befragung mit einer so schlechten Bewertung der eigenen Arbeit durch die Beschäftigten gegeben. ver.di will auf die Ergebnisse der Befragung mit einer Tarifinitiative reagieren. Die benannten Probleme sollen die Tarifverhandlungen der nächsten Monate prägen. Zugleich sollen über die Mitbestimmungsgremien Betriebsvereinbarungen erreicht werden, die die Situation der Beschäftigten verbessern.

Der Befragung zufolge fehlt es an ausreichenden Beschäftigungsstellen und an der notwendigen Qualifizierung und Unterstützung. So berichten viele Beschäftigte aus der Luftsicherheit, dass sie zum Beispiel in Ferienzeiten mit viel zu wenig Personal die Reisewellen abfertigen und sich deshalb immer häufiger von Reisenden wegen der Wartezeiten massiv beschimpfen lassen müssen. Ähnliche Beispiele lassen sich auch für andere Teilbranchen benennen. „Die Ergebnisse der Befragung sind auch ein Armutszeugnis für viele politische Entscheidungen der vergangenen Monate“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Arno Peukes. Neben den Tarifparteien sei auch die Politik gefordert, die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern.

Weitere Informationen: www.aber-sicher.org