Wach- und Sicherheitsgewerbe

Sicherheitsbranche: Sondierungsgespräche für Sicherungsposten

Sicherheitsbranche: Sondierungsgespräche für Sicherungsposten

ver.di hat mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) erste Sondierungsgespräche über einen neuen Tarifvertrag für den Bereich Sicherungsposten (SiPo) geführt. Bei dem Treffen waren sich beide Seiten einig, dass es für die gute Arbeit der Kolleginnen und Kollegen auch entsprechende Lohnerhöhungen geben soll.

Wie das genau aussehen kann, soll jetzt in den nächsten Monaten geklärt werden. Dabei steht am Anfang die Frage, wie es zu schaffen ist, dass ein neuer Tarifvertrag für alle Beschäftigten und Unternehmen gilt.

Zum Hintergrund: 2007 ist zum letzten Mal für die SiPo-Beschäftigten zwischen dem BDSW und ver.di ein Tarifvertrag ausgehandelt worden. Dieser wurde dann nicht umgesetzt, da es keine Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) für das Tarifergebnis gab. Das hätte bedeutet, dass überall, wo ein Unternehmen nicht im Verband ist, die Beschäftigten keinen Anspruch auf Tariferhöhung gehabt hätten. Aus Sicht des BDSW hätten sich so einige Unternehmen einen Vorteil erkaufen können, wenn sie den Tarifvertrag nicht angewendet hätten. Tariftreue Unternehmen wären dann bestraft worden.

„Für ver.di ist aber klar, dass es jetzt bei allen gemeinsamen Bemühungen um eine AVE am Ende eine deutliche Lohnerhöhung für die Beschäftigten geben muss“, betont der zuständige ver.di-Sekretär Arno Peukes.