Technische Überwachung

Starke Beteiligung an Warnstreik

Technische Überwachung: Starke Beteiligung an Warnstreik

Bundesweit beteiligten sich am 21. April etwa 900 Beschäftigte am Warnstreik an den TÜV-Stationen. ver.di hatte zu Warnstreiks beim TÜV aufgerufen, weil in bisher vier Verhandlungsrunden keine Annäherung erzielt werden konnte.

In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Hessen kam es daher zu erheblichen Einschränkungen der Angebote der Technischen Überwachungsdienste. So fanden teilweise Führerscheinprüfungen nicht statt, sogenannte Einmann-Prüfanlagen waren geschlossen, Abgas-, Brems- und Räderprüfungen fielen aus. An der TÜV-Akademie war wegen des Warnstreiks das Weiterbildungsangebot eingeschränkt.

Erstmals beteiligten sich Beschäftigte des TÜV Hessen am Warnstreik. In Hessen, wie in allen beteiligten Bundesländern, fand der Warnstreik wegen der Pandemie als Stay@home-Streik statt.

Die Tarifverhandlungen für insgesamt zehn Bundesländer werden zentral geführt. ver.di fordert 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr. Außerdem sollen ver.di-Mitglieder die Wahl haben, ob sie die Erhöhung als Gehalt oder zusätzliche Urlaubstage nutzen möchten. Die Arbeitgeberseite bietet insgesamt 4,5 Prozent mehr Geld in zwei Stufen bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Einen Sockelbetrag für untere Gehaltsgruppen lehnt sie ab, ebenso wie die Wahlmöglichkeit zwischen Geld und Freizeit.

„Die starke Beteiligung am Warnstreik hat deutlich gemacht, dass die Beschäftigten eine deutliche Verbesserung des Arbeitgeberangebots fordern, damit gehen wir jetzt gestärkt in die nächste Verhandlungsrunde“, betont ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme.

Die Tarifverhandlungen werden am Dienstag, dem 27. April 2021 fortgeführt. Ob es zu weiteren Warnstreiktagen kommen wird, ist bisher offen.