Technische Überwachung

Beim TÜV Bund stehen die Zeichen auf Streik

Technische Überwachung: Beim TÜV Bund stehen die Zeichen auf Streik

Bei der Tarifgemeinschaft TÜV Bund steht die reguläre Tarifrunde zur Vergütungserhöhung an. Allerdings wollen die TÜV-Gesellschaften auf die Gehaltsbremse treten. Als Vorwand dient Corona. Dabei ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften sehr gut. Die Beschäftigten, die trotz Corona alles gegeben haben, sollen an der guten Geschäftslage nicht teilhaben? Hier regt sich Widerstand.

Beim TÜV NORD, der GRS und dem TÜV Hessen haben sich 1.400 Beschäftigte an einer ver.di-Befragung zur Tarifrunde beteiligt – ein sehr guter Rücklauf. Die Kernbotschaften der Mitgliederbefragung sind eindeutig: Acht von zehn der Befragten wollen eine prozentuale tabellenwirksame Gehaltserhöhung, so dass sich die Erhöhung auch nachhaltig auswirkt (z.B. Rentenanspruch). Nur etwa 20 Prozent könnten sich für 2020 eine Corona-Prämie vorstellen.

Mehrheitlich würden die Befragten sich an gewerkschaftlichen Aktionen beteiligen. Über die Hälfte wäre bereit, an einem Warnstreik teilzunehmen. Mehr Beschäftigte ziehen einen Streik anderen gewerkschaftlichen Aktionen vor.

In den vielen Kommentaren – eine repräsentative Auswahl steht auf www.tuev-verdi.de – wird immer wieder die Verhandlung auch anderer Themen gefordert: unter anderem das Wahlmodell »Kohle oder Kanaren«, eine einheitliche Homeoffice-Regelung oder eine Altersabsicherung für jüngere Kolleg*innen.

ver.di hat damit für die Verhandlungen beim TÜV Bund einen klaren Auftrag erhalten: Die Unterstützung der Belegschaft ist sicher – die Zeichen stehen auf Streik.