Touristik

Reisebranche: BCD Travel entlohnt Beschäftigte ungleich

Reisebranche: BCD Travel entlohnt Beschäftigte ungleich

Das Touristikunternehmen BCD Travel Germany entlohnt Beschäftigte unterschiedlich, obwohl sie der gleichen Gehaltsgruppe angehören. Dies kritisiert die zuständige ver.di-Bundestarifkommission. Die Tarifkommission hat eine Gehaltstabelle (siehe PDF) fortgeschrieben, aus der die Gehaltsentwicklung bei BCD Travel seit 2008 zu erkennen ist. Dabei wird deutlich, dass bei Stufensprüngen und Höhergruppierungen der Beschäftigte nicht die BCD-Gehaltszulage der neuen Stufe oder Gruppe erhält. Vielmehr nimmt er seine alte (geringere) Zulage unverändert mit. 

Die Unternehmensführung hatte dagegen in der Vergangenheit betont, dass die BCD-Gehaltszulage „fester und dauerhafter Bestandteil“ der Gesamtbezüge sei. Die Ungleichbehandlung der Beschäftigten „ist ungerecht und muss umgehend, auch für die Vergangenheit, korrigiert werden“, heißt es aus der Tarifkommission zu dem Entlohnungsgebaren des Unternehmens. „Fakt ist, dass so etwas mit einem Tarifvertrag nicht passiert wäre.“ Die Kommissionsmitglieder fordern für das Unternehmen seit Jahren einen Gehaltstarifvertrag.

Nachdem die BCD Travel zum 1. Januar 2008 aus der Tarifgemeinschaft des DRV ausgestiegen war, wurde das Grundgehalt aller nach dem DRV-Gehaltstarifvertrag eingruppierten Kolleg*innen auf dem Stand 1. Juli 2006 eingefroren. Danach erfolgten jegliche Gehaltserhöhungen nur noch in Form von „freiwilligen“ Zulagen. Die Rechtsqualität dieser Zulagen ist stark umstritten.

Betroffene oder interessierte Beschäftigte können sich mit Fragen an die Tarifkommission wenden.