Touristik

ver.di nimmt neue Arbeitstrends in den Fokus

Reisebranche: ver.di nimmt neue Arbeitstrends in den Fokus

Internationalisiertes Arbeiten und Homeoffice/mobiles Arbeiten sind Trends, die gerade auch in der Touristik-Branche derzeit massiv vorangetrieben werden. So ist zu beobachten, dass Teams aus Mitarbeiter*innen über Ländergrenzen hinweg zur Bearbeitung bestimmter Themenkomplexe zusammengesetzt werden und teils Aufgaben komplett in andere Länder verlagert werden. Zugleich ist, verstärkt durch die Corona-Krise, zu beobachten, dass Unternehmen vermehrt auf mobiles Arbeiten und Homeoffice setzen, was sogar so weit geht, dass gezielt Standorte abgebaut werden und ein Arbeiten nur noch im Homeoffice möglich ist.

Um die Risiken und Chancen dieser neuen Trends für die Kolleg*innen abzuschätzen und die Möglichkeiten zu durchdenken, wie die Arbeitnehmerseite damit umgehen und reagieren kann, hat der Bundesfachgruppenvorstand Touristik, Freizeit, Wohlbefinden sich von verschiedenen Expert*innen informieren lassen. So berichtete ver.di-Mitglied Wolfgang Zeiher, der unter anderem stellvertretender KBR-Vorsitzender und Mitglied im Europäischen Betriebsrat der IBM ist, wie sich der Prozess des internationalisierten Arbeitens bei der IBM abgespielt hat. Starke Betriebsräte, ein hoher Organisationsgrad und der Einsatz von ver.di haben diesen Prozess für die Kolleg*innen sozialverträglich gestalten können. Augenmerk lag hierbei auch auf dem internationalen Austausch mit den Kolleg*innen und eine einheitliche Information aller Arbeitnehmervertretungen über den Europäischen Betriebsrat.

Für einen internationalen Ansatz auf gewerkschaftlicher Ebene konnte die Fachgruppe sich mit Jan Schulze-Husmann austauschen, der für den ver.di-Fachbereich 08 als hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär bei UNI aktiv ist. Er stellte dar, wie sich auf UNI-Ebene Gewerkschaften weltweit branchenspezifisch austauschen und zusammenarbeiten können.

Die rechtlichen Aspekte des Gesundheitsschutzes und der Mitbestimmung beim Homeoffice / mobilen Arbeiten hat die Rechtsanwaltskanzlei dka (Berlin) beleuchtet. Und die ver.di-Expertin aus dem Bereich „Gute Arbeit“, Anke Thorein, hat hilfreiche Hinweise gegeben, worauf bei der konkreten Ausgestaltung der Homeoffice-Arbeit bzw. des mobilen Arbeitens geachtet werden muss.

Auf Basis dieser Informationen wird die Fachgruppe die neuen Trends weiter aus Beschäftigtensicht beraten.