Touristik

Reisebranche: Tarifliche Ansprüche bei HRG und GBTIII sichern

Reisebranche: Tarifliche Ansprüche bei HRG und GBTIII sichern

Angesichts des bevorstehenden Austritts des Geschäftsreiseunternehmens HRG aus der DRV-Tarifgemeinschaft sowie der Weigerung von GBTIII, dieser beizutreten, rät ver.di allen dortigen Beschäftigten, Gewerkschaftsmitglied zu werden. Nur so ließen sich tarifliche Ansprüche sichern. Ein Vergleich anhand von vier Beispielen zeigt, dass tarifliche Regelungen erheblich besser sind als das Gesetz.

  Gesetz TV DRV-T
Arbeitszeit (Wo) 48 Std. 38,5 Std.
Urlaub 4 Wochen 6 Wochen
Urlaubsgeld Null Euro 1.239 / 1.270 Euro
Weihnachtsgeld Null Euro 90/100% Monatsgehalt

Die HRG wird die DRV-Tarifgemeinschaft (DRV-T) zum 30. Juni 2019 verlassen. GBT III beabsichtigt erst gar nicht, der DRV-T beizutreten. Hier herrschen schlechtere Arbeitbedingungen als bei den tarifgebundenen Unternehmen. Zur Disposition stehen beispielsweise die 38,5 Stundenwoche, die Anzahl der Urlaubstage, bezahlte Freizeit (Umzug, Eheschließung, etc.), betriebliche Sonderzahlungen und vieles mehr.

„Das kann man*frau verhindern“, sagt der zuständige Fachgruppenleiter Gerd Denzel. Wer jetzt in die Gewerkschaft eintrete, erhalte eine tarifliche Sicherheit, die der Arbeitgeber nicht einfach aushebeln könne. Für ver.di-Mitglieder – und nur für diese – gelten die bisherigen Tarifverträge unmittelbar und zwingend fort, das heißt Abweichungen zuungunsten des*der Arbeitnehmer*in sind nicht möglich. Zudem steht jedem Gewerkschaftsmitglied ab dem ersten Tag eine kostenlose Rechtsberatung zu. „Schafft euch Sicherheit für die Zukunft“, empfiehlt Gewerkschaftssekretär Denzel. „Sichert eure tariflichen Ansprüche bevor es zu spät ist.“