Touristik

Reisebranche: Unzumutbares Angebot der TUI Deutschland

Reisebranche: Unzumutbares Angebot der TUI Deutschland

Die Geschäftsführung der TUI Deutschland hat in der zweiten Verhandlungsrunde über die Gehälter der Angestellten und Vergütung der Auszubildenden Ende August ein aus ver.di-Sicht „unzumutbares Angebot“ unterbreitet.

Demnach würden die Gehälter im ersten Jahr (ab Oktober 2018) um 1,5 Prozent und im zweiten Jahr (ab Oktober 2019) um 1,2 Prozent erhöht werden. Zudem sollen die Auszubildenden ab Oktober 2018 für zwei Jahre einen monatlichen Fahrtkostenzuschuss von 40 Euro brutto bekommen.

Pro Jahr würden die Gehälter im Durchschnitt damit um 1,35 Prozent steigen. Die Inflationsrate bewegt sich – laut Statistischem Bundesamt – gegenwärtig jedoch bei rund zwei Prozent. „Was die Geschäftsführung der TUI Deutschland hier `anbietet´, bedeutet im Ergebnis Reallohnverlust“, heißt es aus der zuständigen ver.di-Tarifkommission. Nicht viel besser sei das „Angebot“ für die Auszubildenden: Umgerechnet auf ein Jahr beliefen sich die Erhöhungen auf 1,9 bis 2,5 Prozent je nach Ausbildungsjahr.

„Wir haben sehr klar zum Ausdruck gebracht, dass dieses `Angebot´ für uns keine Verhandlungsgrundlage darstellt und dass wir ein substanzielles Angebot erwarten“, lautet die Reaktion der Tarifkommission. Die Verhandlungen werden am 20. September fortgesetzt.

Um den Forderungen der Arbeitnehmerseite Nachdruck zu verleihen, ruft die Kommission zur Beteiligung an den ver.di-Aktionen auf: „Nehmen wir uns die Aktionäre der TUI AG zum Vorbild. Deren Dividende betrug in den letzten Jahren im Durchschnitt ca. vier Prozent. Sie sorgen für sich. Tun wir es ihnen gleich.“ In Zeiten, in denen die Beschäftigten unter anderem das Flugchaos zu bewältigen hätten, müsse mehr drin sein.