Touristik

Reisebranche: Die Segnungen von Tarifverträgen bei der TUI

Reisebranche: Die Segnungen von Tarifverträgen bei der TUI

Bald ist Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe nimmt die Tarifkommission TUI Deutschland zum Anlass, an die „Segnungen“ der Tarifverträge, die in dem Unternehmen gelten, zu erinnern. Hierzu ein Vergleich zwischen den gesetzlichen und den entsprechenden tariflichen Regelungen anhand von vier Beispielen.

Vergleich der tariflichen Regelungen
  Gesetz TV TUI D
Arbeitszeit (Wo) 48 Stunden 38,5 Stunden
Urlaub 4 Wochen 6 Wochen
Urlaubsgeld Null Euro 1.270 Euro
Weihnachtsgeld Null Euro 90/100 Prozent Monatsgehalt 

„Keine Frage: Tarifliche Regelungen sind erheblich besser als das Gesetz”, heißt es aus der Tarifkommission. „Sie sind auch besser als sogenannte freiwillige Leistungen des Arbeitgebers.“ Dies zeige sich beim Weihnachtsgeld ganz deutlich. Während 77 Prozent aller Beschäftigten in Betrieben mit Tarifvertrag Weihnachtsgeld bekommen, sind es in Betrieben ohne Tarifvertrag lediglich 42 Prozent. Tarifverträge sorgten so für ein Stück Verteilungsgerechtigkeit im Verhältnis von Kapital und Arbeit. „Gute Tarifverträge fallen aber nicht vom Himmel; sie müssen erkämpft werden“, so die Tarifkommission weiter und führt ein Zitat aus der „Süddeutschen Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 5. Dezember 2018 an: „Aber nur in der Demokratie haben Beschäftigte überhaupt eine Chance, ihr Schicksal zu ändern. Denn sie stellt ihnen die Instrumente dafür zur Verfügung. Die müssen sie dann jedoch auch bitte in die Hand nehmen. Die wichtigsten Instrumente: freie Gewerkschaften, wie Verdi…“ Dies sei auch als Antwort auf weitere Fragen aus dem Kreis der Geschäftsführung nach dem Sinn von Gewerkschaften verwendbar.

Der Wunsch der TUI-Tarofkommssion: „In diesem Sinne, liebe Kolleg*innen: Macht euch (und uns) ein schönes Weihnachtsgeschenk. Werdet Mitglied bei ver.di. Es lohnt sich.“