Touristik

Touristik: Mehr Krankengeld für Beschäftigte

Touristik: Mehr Krankengeld für Beschäftigte

Die Bundestarifkommission Touristik macht darauf aufmerksam, dass Beschäftigte der Branche nach dreijähriger Betriebszugehörigkeit im Krankheitsfall einen Anspruch auf höheres Krankengeld haben.

Im Regelfall gibt es das „normale“ Gehalt nur sechs Wochen lang vom Arbeitgeber. Wer länger krank ist, bekommt sein Gehalt (Krankengeld) von der Krankenkasse, allerdings nur 70 Prozent – so ist es gesetzlich geregelt. Im Touristik-Manteltarifvertrag jedoch ist vereinbart, dass nach dreijähriger Betriebszugehörigkeit der Unterschiedsbetrag zwischen Krankengeld und Nettogehalt vom Arbeitgeber gezahlt werden muss. Und zwar nach der sechsten Woche bis zum Ende des dritten Krankheitsmonats.

„Dank Tarifvertrag bekommen kranke Touristiker*innen also drei Monate lang das volle Gehalt“, heißt es bei der Bundestarifkommission. Sollte der Differenzbetrag nicht „automatisch“ ausgezahlt werden, können sich Betroffene an ihren Betriebsrat oder an die zuständige ver.di-Betriebsgruppe wenden. Zudem werden im Juli nochmals 0,5 Prozent des tariflichen Jahresgehalts ausbezahlt – im vergangenen Dezember hatte ver.di einen neuen Gehaltstarifvertrag abgeschlossen. Die Bundestarifkommission Touristik betont, dass diese Errungenschaften keine Geschenke des Arbeitgebers seien, sondern von den Arbeitnehmervertreter*innen hart erstritten. Sie fordert die Beschäftigten der Reisebranche deshalb dazu auf, sich für die eigenen Arbeitsbedingungen zu engagieren: „Wer Verantwortung übernimmt, wird ver.di Mitglied!“