Touristik

Abwicklung der Reisebüroschließungen bei TUI verhandelt

Reisebranche: Abwicklung der Reisebüroschließungen bei TUI verhandelt

Der Gesamtbetriebsrat der TUI Deutschland und die Geschäftsführung haben sich am 25. Mai auf umfangreiche Regelungen zu der geplanten Schließung von Reisebüros geeinigt. Dazu gehören ein Freiwilligenprogramm und ein Sozialplan. Ziel ist es, den Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen durchzuführen. Mittlerweile sind alle betroffenen Kolleg*innen informiert. Nun beginnt die individuelle Informationsphase über die komplexen Regelungen.

Laut Angaben des Konzernbetriebsrats sollen 46 der rund 450 Reisebüros von TUI Deutschland geschlossen werden, 18 Reisebüros werden infolge der Sparmaßnahmen zu 9 Betriebsstellen zusammengelegt. Insgesamt sollen dabei 180 bis 200 Stellen angebaut werden.

„Nachdem gerade auch die Reisebüromitarbeiter*innen trotz der Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit im direkten Kundenkontakt in der Krisenzeit den Frust und den gesteigerten Beratungsbedarf abgefangen und damit für den Weiterbestand des Unternehmens gesorgt haben, ist das natürlich ein harter Schlag für die betroffenen Kolleg*innen“, sagt die zuständige Bundesfachgruppenleiterin bei ver.di, Sonja Austermühle. Die Corona-Krise habe neben der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft auch Stärke des stationären Vertriebs aufgezeigt: „Eine Software kann eben die Verunsicherung und Verärgerung der Kunden nicht empathisch abfangen und zu einer langfristigen Kundenbindung beitragen.“