Touristik

Ausbildungstarifvertrag bei TUI

Reisebranche: Ausbildungstarifvertrag bei TUI

ver.di und die Geschäftsführung der TUI Deutschland haben sich Ende August auf einen neuen Tarifvertrag für die Auszubildenden verständigt. Neben einigen redaktionellen Aktualisierungen beinhaltet dieser vier wesentliche Veränderungen: 

Ab dem kommenden Jahr 2020 werden beim Veranstalter statt mindestens 30 nur noch mindestens 20 Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Im Vertrieb werden es weiterhin mindestens 75 Ausbildungsplätze sein. 

Im Gegenzug wird die Übernahmequote erhöht. Statt bisher 20 erhalten künftig die besten 25 Prozent ein unbefristetes Übernahmeangebot bei der TUI Deutschland. 20 statt bisher 17,5 Prozent erhalten ein auf 12 Monate befristetes Übernahmeangebot bei der TUI Deutschland und weitere 20 statt bis 17,5 Prozent erhalten ein auf 12 Monate befristetes Übernahmeangebot in einem TUI Konzernunternehmen. 

Das Nachrückverfahren entfällt. Wird ein Übernahmeangebot ausgeschlagen, ist die TUI Deutschland nicht mehr verpflichtet, dieses „nachzubesetzen“. 

Die Pauschale für die Anschaffung von Ausbildungsmitteln wird von 120 auf 150 Euro brutto angehoben. Eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung wird es im Jahre 2020 nicht geben. 

Dazu heißt es aus der zuständigen Tarifkommission: „Mit diesem Tarifvertrag haben wir sichergestellt, dass bei der TUI Deutschland auch in Zukunft Ausbildung stattfindet und junge Kolleg*innen nach der Ausbildung übernommen werden. Das ist in stürmischen Zeiten (Stichwort: Arbeitsplatzabbau) keine Selbstverständlichkeit. Nur Tarifverträge bieten Sicherheit und vernünftige Arbeitsbedingungen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir dich – in einer starken Gemeinschaft. We want you!“