Touristik

Reisebranche: Tarifverhandlungen vertagt

Reisebranche: Tarifverhandlungen vertagt

„Wir sind mehr wert (Mehrwert)“. Unter diesem Motto hatten Beschäftigte der Reisebranche jüngst auf der ITB in Berlin für mehr Gehalt demonstriert. Das scheint die DRV-Tarifgemeinschaft (DRV-T) anders zu sehen. Jedenfalls waren deren Vertreter*innen zum Auftakt der diesjährigen Tarifrunde nicht bereit, Gehaltserhöhungen in Aussicht zu stellen. Unter Berufung auf die gegenwärtige angespannte Buchungslage verweigerten sie jeglichen konstruktiven Dialog.

Die Verhandlungen waren bereits nach zwei Stunden zu Ende und wurden auf Mitte April vertagt. Und selbst letzteres wollte die Arbeitgeberseite verhindern. Nach ihren Vorstellungen sollte der bereits fest vereinbarte Apriltermin storniert werden. Die Taktik, auf Zeit zu spielen, lege einen Schluss nahe, heißt es dazu aus der ver.di-Tarifkommission: „Die Wortführer, also die Geschäftsführungen von Thomas Cook und DER wollen eine Nullrunde. Dabei ist es bereits jetzt so, dass in der Reisebranche schlecht bezahlt wird. Kein Wunder, dass Nachwuchs fehlt und Fachkräfte in andere Branchen abwandern.“

Das ließe sich ändern, so die Gewerkschafter*innen. Mehr Gehalt laute die Zauberformel. Einfacher ließe sich Wertschätzung nicht ausdrücken.

Im Übrigen verdienten bei der TUI Deutschland die Kolleg*innen beim Veranstalter mehr und die Expedient*innen deutlich mehr.