Parteien und Verbände

Abschluss bei der Linken

Parteien: Abschluss bei der Linken

Die zuständige ver.di-Bundestarifkommission und die Partei Die Linke haben sich am 20. März auf einen Tarifabschluss geeinigt. Das Ergebnis ist eine Kombination aus linearen Entgelterhöhungen und einer langfristigen Verbesserung des Entgeltsystems durch neue Erfahrungsstufen.

Entgelterhöhungen im Haustarifvertrag erfolgen jeweils zum 1. Januar des Jahres.
2018 (+4,7 Prozent), 2019 (+2 Prozent), 2020 (+2 Prozent) sowie 2021 (+2 Prozent). Sollte die Inflationsrate in den Jahren 2020 bzw. 2021 2 Prozent oder höher betragen, kann eine der beiden Parteien zu Nachverhandlungen aufrufen, die Friedenspflicht erlischt dann. Der Haustarifvertrag kann erstmals zu Ende 2021 gekündigt werden.

Zum 1. Januar 2019 tritt zudem die neu eingeführte Erfahrungsstufe 4 in Kraft. Beschäftigte mit einer Beschäftigungszeit von mindestens acht Jahren steigen in diese Stufe auf, die 2,8 Prozent über der bisherigen Stufe 3 liegt. Beschäftigte, die im Januar 2019 bereits acht Jahre und mehr bei der Partei beschäftigt sind, profitieren also gleich doppelt: von der Entgelterhöhung und von der neuen Erfahrungsstufe. Und jede/r weitere steigt in den Folgejahren automatisch in Stufe 4 auf, sobald er/sie die acht Jahre erreicht.

Im Jahr 2023 werden gleich zwei weitere Stufen wirksam: Stufe 5 (12 Jahre Beschäftigungszeit) sowie Stufe 6 (16 Jahre Beschäftigungszeit). Auch diese Stufen liegen um jeweils 2,8 Prozent höher als die nächst niedrigere Stufe.

Dank der Einführung von drei zusätzlichen Erfahrungsstufen (4 bis 6) gibt es eine langfristige Perspektive der Gehaltsentwicklung. Und die Angleichung an den TVöD wird dadurch schrittweise begonnen. Die ver.di-Tarifkommission hat das Ergebnis unter Vorbehalt einer Mitgliederbefragung einstimmig angenommen. Erklärungsfrist ist der 17. April 2018, alle ver.di-Mitglieder erhalten demnächst die Abstimmungsunterlagen per Post.