Immobilienwirtschaft

Tarifverhandlung vertagt

Wohnungswirtschaft: Tarifverhandlung vertagt

Auch die zweite Verhandlungsrunde zum Entgelttarifvertrag in der Immobilienwirtschaft am 25. Juni brachte kein Ergebnis. Die Verweigerung der Arbeitgeber, eine prozentuale Entgelterhöhung zu verhandeln, bringt den Gewerkschaften IG BAU und ver.di zufolge die Verhandlungen an den Rand des Scheiterns. „Die Arbeitgeber wollen lieber die Gunst der Stunde nutzen und eine geringe Einmalzahlung im Rahmen der Corona-Bonus-Zahlungen verhandeln“, heißt es von Seiten der Gewerkschaften.

Die Verhandlungskommissionen haben mehrere Kompromisslinien aufgezeigt, denen sich die Arbeitgeber jedoch verweigern. So besteht u.a. die Möglichkeit für Betriebe in finanzieller Schieflage, den Beschäftigungssicherungstarifvertrag zur Anwendung zu bringen. Die Arbeitgeber verweisen aber auf mögliche Risiken der (Corona-)Zukunft und sehen sich deswegen außerstande, ein anderes Angebot zu machen. „Dies ist umso unverständlicher, da sie selbst über ihren politischen Spitzenverband vorsichtige positive Stimmung verbreiten und alle wirtschaftlichen Rahmendaten zwar auf eine Konjunkturdelle verweisen, diese aber im Jahr 2021 wieder aufgeholt wird“, so die Verhandlungskommissionen.

Nach mehreren Gesprächsrunden haben sich beide Seiten auf den 1. Juli 2020 vertagt. Die Tarifverhandlungen fanden aufgrund der aktuellen Situation bislang online statt. „Nun heißt es, in den Betrieben Flagge zeigen und Eure Arbeitgeber auf ihre Verweigerungshaltung anzusprechen“, appellieren die Verhandlungskommissionen an ihre Gewerkschaftsmitglieder.