Geld- und Wertdienste

Geld- und Wertdienste: Tarifverhandlungen verschoben

Geld- und Wertdienste: Tarifverhandlungen verschoben

Die Tarifverhandlungen zwischen der ver.di-Verhandlungskommission und der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) sind am 5. Dezember unterbrochen worden. Am 12. Dezember soll weiter verhandelt werden. Zwar hatte die BDGW ein verbessertes Angebot vorgelegt. Doch die Tarifparteien sind noch weit auseinander in der Frage, um wieviel die Löhne erhöht werden sollen.

ver.di fordert:

  • Erhöhung der Löhne von mindstens 1,50 Euro/Stunde pro Jahr der Laufzeit
  • Erhöhung der Gehälter von 250 Euro/Monat pro Jahr der Laufzeit
  • Laufzeit des Tarifvertrages von zwei Jahren
  • schnellstmögliche Tarifangleichung sowohl bezogen auf Tarifzonen wie auch auf mobil/stationär
  • keine Nullmonate
  • Allgemeinverbindlichkeit
  • eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder.

Das Arbeitgeberangebot sieht dagegen bislang vor:

  • Bei CIT sollen bundesweit die Stundenlöhne um 40 Cent pro Jahr erhöht werden.
  • Bei Cash sollen die Löhne in Nordrhein-Westfalen um 35 Cent pro Jahr, in Baden-Württemberg/ Bayern / Bremen/ Hamburg/ Hessen/ Rheinland-Pfalz/ Saarland/ Berlin-Brandenburg um 40 Cent und in Mecklenburg-Vorpommern/ Sachsen/ Sachsen-Anhalt und Thüringen um 50 Cent.

„Auch wenn dies eine Verbesserung zum letzten Angebot ist, haben die Mitglieder unserer kleinen Verhandlungskommission deutlich gemacht, dass es bei unserer Forderung bleibt: Eine deutliche Tariferhöhung bundesweit“, sagt Arno Peukes, der zuständige ver.di-Sekretär.

Grundsätzlich wollen beide Tarifparteien einen gemeinsamen Abschluss erreichen. Dieser soll allgemeinverbindlich erklärt werden und auch Nullmonate sollen vermieden werden. Damit soll eine Tarifeinigung erreicht werden, die ab dem 1. Januar 2019 umgesetzt werden soll.

Um beiden Seiten Zeit für Beratung zu geben, wurden die Verhandlungen daher auf den nächsten Mittwoch verschoben. Die Ver-handlungskommission erwartet von der BDGW zuvor ein Zeichen echter Verhandlungsbereitschaft.