Geld- und Wertdienste

Arbeitgeber lehnen tarifliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes …

Geld- und Wertdienste: Arbeitgeber lehnen tarifliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ab

Die Bundesvereinigung deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) hat Verhandlungen um eine tarifliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für die Beschäftigten der gesamten Branche abgelehnt. 

Die für Geld und Wert zuständige ver.di-Bundestarifkommission hatte sich am 26. März um eine branchenweite Regelung bemüht und einen entsprechenden Entwurf der BDGW übermittelt. Doch einige Einzelunternehmen lehnten die Lösung eines flächendeckenden Tarifvertrags ab und wollen eigene Lösungen herbeiführen. „Damit entziehen sie sich ihrer Verantwortung für eine gemeinsame Lösung für alle“, kritisiert die BTK. Nun müssen die Betriebsräte vor Ort jeweils für ihr Unternehmen verhandeln. Wegen der Kunden- und Volumenrückgänge haben viele Arbeitgeber bereits Gespräche mit den Betriebsräten zu Regelungen der Kurzarbeit aufgenommen.

„Jetzt liegt der gesamte Druck leider bei den Betriebsräten. Ein Zustand, den wir vermeiden wollten“, heißt es von Seiten der Tarifkommission. „Wir stehen nun an der Seite der Gesamtbetriebsräte und unterstützen sie weiterhin“, betont die BTK. „Denn wir alle haben das gleiche Ziel: Die bestmögliche Lösung im Sinn der Beschäftigten gerade in Corona-Zeiten.”

Derzeit laufen noch immer die Bemühungen von ver.di um eine gesetzliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent. Die Gewerkschaft hat Unterschriften für eine entsprechende Petition gesammelt. Die Petition wurde am 27. März dem Bundestag überreicht. Die bisherige Regelung, also 60 Prozent, bzw. 67 Prozent (mit Kind) vom bisherigen Nettoverdienst, betrachtet ver.di als zu gering.