Geld- und Wertdienste

Geld- und Wertdienste: Falschinformation des BDGW zu Tarifverhandlung

Geld- und Wertdienste: Falschinformation des BDGW zu Tarifverhandlung

In den vergangenen Tagen tauchten in einigen Unternehmen und Niederlassungen Aushänge der Unternehmensleitungen auf, die sich auf die letzte Tarifverhandlung zwischen ver.di und der Bundesvereinigung deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) beziehen. Hauptaussage: Die BDGW hätte ein tolles Angebot vorgelegt, das noch besser als der Abschluss bei der Bahn sei und nur die ver.di-Tarifkommission sei nicht in der Lage, das zu erkennen.

Tatsächlich aber stimmt:

  • Am 12. Dezember 2018 wurde der kleinen Verhandlungskommission ein Angebot vorgelegt mit den Worten „das gilt nur für heute und nur dann, wenn nicht gestreikt wird.“ Die ver.di-Verhandlungskommission hat daraufhin deutlich gemacht, dass sie dieses Angebot als nicht ausreichend ansieht. Insofern hatten beide Parteien vereinbart, dieses Angebot des Tages nicht zu verbreiten. Jetzt zu verbreiten, das Angebot gelte bis zum 18. Dezember 2018, zeigt die Angst der BDGW vor Streiks im Januar.
  • Der Bahn-Tarifabschluss und das BDGW-„Angebot“ haben nur wenig gemein: Kein Wort zur Einkommenshöhe, kein Wort zu den fehlenden regionalen Unterschieden bei den Löhnen. Kein Wort zu der Verabredung, dass weitere 0,7 Prozent in eine Zulagenerhöhung gehen und auch kein Wort zur arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge. So wird schnell deutlich: Der BDGW-Aushang soll nicht informieren, er soll die Beschäftigten mit unzureichenden Aussagen hinters Licht führen.

„Ehrliche Tarifpolitik sieht anders aus“, heißt es dazu aus der ver.di-Bundestarifkommission Geld und Wert. Ab Januar sind nun Tarifaktionen möglich. „Wir brauchen eine Tariferhöhung, die auch wirklich unserer guten Arbeit gerecht wird“, fordert die Tarifkommission.