Geld- und Wertdienste

Arbeitsplätze laut Studie gefährdet

Geld- und Wertdienste: Arbeitsplätze laut Studie gefährdet

Bei den deutschen Geld- und Wertdienstleistern ist mit Personalabbau zu rechnen. Als Ursachen gelten die Corona-Pandemie, sinkender Bargeldbedarf, Unternehmensübernahmen und Kostensenkungsprogramme. Dies stellt der aktuelle Branchenmonitor Geld- und Wertdienste der Hans-Böckler-Stiftung fest. Akut gefährdet seien 20 Prozent der Arbeitsplätze. 

Die Branche der Geld- und Wertdienste befindet sich dem Branchenmonitor zufolge seit längerem in einer andauernden Konsolidierungsphase. Derzeit wird die Branche von drei Unternehmen – Prosegur, Ziemann und Loomis – dominiert, die bereits einige Wettbewerber übernommen haben. Die drei Großen der Branche erwirtschaften rund 80 Prozent des Umsatzes. Daneben sind noch etwa 50 kleine Anbieter mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten aktiv.

Neben der Sorge um den Arbeitsplatzverlust sehen sich die Beschäftigten der Branche zudem einem erhöhten Leistungsdruck infolge des Personalabbaus und sich verändernden fachlichen Anforderungen durch die Digitalisierung ausgesetzt.

Für ver.di geht es nun um die Zusammenführung der regional unterschiedlichen Mantel-Tarifregelungen, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und den Erhalt und den Ausbau des Arbeitsschutzes sowie eine höhere Entlohnung der Beschäftigten. Die Mitbestimmungssituation in der Branche der Geld- und Wertdienste ist aufgrund der vielen kleinen Unternehmen heterogen, stellt der Branchenmonitor fest. Gewerkschaftliche und betriebliche Interessenvertretungen seien in weiten Teilen auf die größeren Marktteilnehmer beschränkt.