Friseurhandwerk

Klier – Trotz Insolvenzverfahren ändern sich Arbeitsverträge …

Friseurhandwerk: Klier – Trotz Insolvenzverfahren ändern sich Arbeitsverträge nicht

Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mit Schutzschirm bei der Klier Hair Group ändert nichts an den bestehenden Arbeitsverträgen, stellt ver.di klar. In einer solchen Situation versuchen betroffene Unternehmen häufig, die Finanzlage durch Einsparungen beim Personal aufzubessern, erläutert die Gewerkschaft. Daher: „Wer vom Arbeitgeber mit einem Aufhebungs- oder Änderungsvertrag konfrontiert wird, sollte nicht überstürzt unterzeichnen!“, warnt die Bundesfachgruppenleiterin Touristik, Sonja Austermühle.

Es besteht keine Pflicht, Arbeitsvertragsänderungen oder gar einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen, betont Austermühle. Bei der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages drohen sogar erhebliche Nachteile, wie eine 12-wöchige Sperrzeit für den Bezug des Arbeitslosengeldes. Mit Änderungsverträgen werden oft Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen, wie Verzicht auf Arbeitszeit und damit auch weniger Entgelt, dauerhaft vereinbart, warnt die Gewerkschafterin.

ver.di rät den betroffenen Beschäftigten bei Klier:

Sollte dir ein Aufhebungsvertrag oder Änderungsvertrag angeboten werden:

  • Lass ihn dir schriftlich ohne deine Unterschrift mitgeben!
  • Mache während des Gesprächs keine Zusagen oder Zugeständnisse!
  • Bitte dir eine Bedenkzeit von mindestens 3 bis 7 Tagen aus!
  • Unterschreibe nichts, ohne es in Ruhe überdacht zu haben. Du bist dazu nicht verpflichtet!
  • Hole dir beim Betriebsrat und / oder bei ver.di Beratung und Informationen.