Friseurhandwerk

Bündnis Schwarzarbeit deckt mehr Verstöße auf

Friseurhandwerk: Bündnis Schwarzarbeit deckt mehr Verstöße auf

Zwar konnte das Bündnis zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung im Friseurhandwerk im vergangenen Jahr coronabedingt weniger Kontrollen durchführen, hat dabei jedoch im Verhältnis mehr Strafverfahren angestoßen. Hierbei ging es vor allem um das Vorenthalten von Arbeitsentgelt und Leistungsmissbrauch. Dabei wurden höhere Geldstrafen verhängt. 

Die Kontrollen im vergangenen Jahr führten zu 779 bisher abgeschlossenen Strafverfahren wegen Beitragsvorenthaltung und Leistungsmissbrauch, zu Freiheitsstrafen – im Höchstfall von 107 Monaten – sowie zu 586 Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die Summe der Geldbußen lag Anfang März bereits bei mehr als 425.000 Euro.

ver.di erachtet das Vorgehen gegen die Schwarzarbeit im Friseurhandwerk als einen wichtigen Baustein, gegen prekäre Beschäftigung und schlechte Arbeitsbedingungen in dieser Branche anzugehen. „Zugleich gilt es aber auch, die Arbeitsbedingungen und die Entgelte in der gesamten Branche deutlich zu verbessern, und das bundesweit“, sagt die zuständige Gewerkschaftssekretärin Sonja Austermühle. „Wenn zugleich das Verständnis bei uns Verbraucher*innen, dass ein Haarschnitt eine wertvolle Handwerksleistung ist, wächst, sind dies zwei weitere wichtige Bausteine, der Schwarzarbeit in der Branche zunehmend Einhalt gebieten zu können.“

ver.di, das Bundesfinanzministerium und der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks haben das Bündnis zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung 2016 angestoßen.

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