Friseurhandwerk

Friseurhandwerk: Ausbildungskampagne „Besser abschneiden“ läuft …

Friseurhandwerk: Ausbildungskampagne „Besser abschneiden“ läuft erfolgreich an

Die Kampagne "BESSER ABSCHNEIDEN", die die Ausbildungsbedingungen im Friseurhandwerk deutlich verbessern soll, zeigt sich nach den ersten drei Monaten als überaus erfolgreich. Im Zuge der bundesweiten Tour zu über 60 Berufsschulen, mit der ver.di vor Ort über die Rechte in der Ausbildung und tarifpolitische Fragen aufklären will, sind über 1.200 Auszubildende der Gewerkschaft ver.di beigetreten. „Damit wollen sie etwas für ihre eigenen Ausbildungsbedingungen tun“, sagt Marvin Reschinsky, der zuständige ver.di-Sekretär.

Ziel der Kampagne ist ein bundesweit gültiger Tarifvertrag für die rund 23.000, zumeist weiblichen, Auszubildenden der Friseurbranche. Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk liegt laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) am untersten Ende der Lohnskala – 2015 waren es im Osten gerade einmal 269 Euro, im Westen 494 Euro monatlich. Das sind lediglich 60 Prozent der durchschnittlichen Vergütungen aller anderen Ausbildungsberufe. Auch ist die Ausbildung in vielen Friseurbetrieben mangelhaft – gekennzeichnet durch unbezahlte Überstunden, ausbildungsfremde Tätigkeiten und mangelhafte Betreuung.

Die Berufsschultour soll noch bis Ende Juli laufen.