Friseurhandwerk

Klier hat in der Insolvenz fast 1/3 der Salons geschlossen

Friseurhandwerk: Klier hat in der Insolvenz fast 1/3 der Salons geschlossen

Die Klier Hair Group GmbH hat bundesweit insgesamt um die 500 Filialen geschlossen, das ist fast jeder dritte Salon. Damit verlieren ca. 2100 Beschäftigte ihren Job. Die Gläubigerversammlung hat am 7. April 2021 dem Insolvenzplan mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Klier Hair Group wird damit das Eigenverwaltungsverfahren voraussichtlich Ende April 2021 beenden, kündigte das Unternehmen an.

„Als ver.di können wir natürlich nur kritisieren, dass die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens durch die Entlassung von über 2.000 Mitarbeiter*innen aufgefangen wird“, sagt die für das Friseurhandwerk bei ver.di zuständige Bundesfachgruppenleiterin Sonja Austermühle. „Wir hoffen, dass die geplanten Maßnahmen zur weiteren Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens greifen, eine sichere Zukunft bieten können und hierbei die Beschäftigteninteressen berücksichtigt werden.“ Der Einsatz und der Beitrag der Beschäftigten müsse gerade in dieser schwierigen, unsicheren und entbehrungsreichen Zeit nicht nur mit warmen Worten honoriert werden, kritisierte Austermühle.

Die Klier Hair Group hatte sich im September 2020 in ein Schutzschirmverfahren begeben, auf das Anfang Dezember das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung folgte. Die Friseur-Kette umfasst nun noch ca. 850 Salons und Shops mit insgesamt rund 6.400 Beschäftigten in Deutschland.