Friseurhandwerk

Erfolgreiche bundesweite Aktion

Friseurhandwerk: Erfolgreiche bundesweite Aktion

Die bundesweite Aktion unseres Fachbereichs "Das Friseurhandwerk geht baden" war ein Erfolg. In mehr als 20 Städten hat ver.di am 29. August gemeinsam mit Friseur-Auszubildenden auf die Probleme im Friseurhandwerk aufmerksam gemacht und wird nun in elf Bundesländern in Tarifverhandlungen gehen, um mehr Vergütung für den Nachwuchs des Friseurhandwerks zu erreichen. „Die Aktion ist ein eindrucksvolles Zeichen für bessere Ausbildungsbedingungen“, sagt ver.di-Sekretär Marvin Reschinsky.

Aktion Friseurhandwerk ver.di Aktion Friseurhandwerk

ver.di will in elf Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) ab Herbst Tarifverhandlungen führen und fordert Erhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent, mindestens aber 325 Euro im ersten Ausbildungsjahr. Angestrebt wird perspektivisch eine bundesweite Angleichung der Vergütungen. „Wir waren und sind jederzeit zu bundesweiten Tarifverhandlungen bereit. Leider haben wir bisher keine entsprechenden Signale seitens der Arbeitgeber erhalten“, betont Reschinsky.

Im Friseurhandwerk gibt es rund 23.000 Auszubildende. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk 2015 im Osten bei gerade einmal 269 Euro, im Westen bei 494 Euro monatlich. Der bundesweite Gesamtdurchschnitt der tariflichen Ausbildungsvergütungen lag über sämtliche Branchen hinweg hingegen bei 826 Euro monatlich.