Wenn uns die Coronakrise eines gezeigt hat: Auch ohne Friseur*innen geht es nicht! Die Wiedereröffnung der Friseursalons wurde sehnsüchtigst erwartet. Die Selbstversuche in der Zeit bis dahin haben noch einmal verdeutlicht, dass Haareschneiden keine einfache Kunst ist.

Und dennoch scheint ein guter Schnitt nicht genug wert zu sein. So erhalten die Menschen, denen wir unser Erscheinungsbild in die Hände legen, Löhne, die kaum zum Leben reichen. Kaum eine Branche ist derart von Niedriglöhnen geprägt wie das Friseurhandwerk. Und das bei immerhin rund 240.000 im Friseurhandwerk arbeitenden Personen, überwiegend Frauen (Statistisches Bundesamt 2020). Der Anteil der geringfügig entlohnten Beschäftigten liegt bei Friseur*innen mit 16 Prozent höher als in anderen Handwerksberufen (10 Prozent). Als geringfügig entlohnt gilt, wer nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient.

Zwar gibt es in einigen Bundesländern allgemeinverbindliche Tarifverträge, die über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Doch deutschlandweit fehlt ein guter tariflicher Standard. Damit sich das ändert, ist eine starke gewerkschaftliche Organisation und Tarifbewegung nötig. Ein guter Grund, in ver.di einzutreten!

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