Autovermietungen

Betriebsratswahl bei Sixt soll gerichtlich durchgesetzt werden

Autovermietungen: Betriebsratswahl bei Sixt soll gerichtlich durchgesetzt werden

Die harten Auseinandersetzungen um die Gründung eines Betriebsrats bei dem Autovermieter Sixt in Düsseldorf gehen weiter. Beschäftigte aus dem Unternehmen wollen das Einsetzen eines Wahlvorstandes beim Arbeitsgericht beantragen. „Die drei Kolleginnen wollen von ihrem Vorhaben nicht abweichen und sich ihr Recht auf Mitbestimmung nicht nehmen lassen“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Özay Tarim. Zuvor war die Wahl des Wahlvorstandes auf einer Betriebsversammlung Ende November gescheitert. Das richterliche Bestellen des Vorstandes ist nun der gesetzlich vorgesehene, nächste Schritt.

Bereits seit mehr als einem Jahr versuchen die drei Kolleginnen in der Sixt-Filiale am Düsseldorfer Flughafen einen Betriebsrat (BR) zu gründen. Das hatte das Unternehmen jedoch bislang verhindert. Nach ihrem ersten Anlauf im August 2021 kündigte Sixt den drei BR-Initiator*innen mehrfach. Als Grund gab der Arbeitgeber Zuspätkommen und Hausfriedensbruch nach zuvoriger Kündigung an. Die insgesamt sechs Kündigungen – die Betroffenen wurden von ver.di-Rechtsbeiständen vertreten – gingen bis vor das Landesarbeitsgericht. Mit Erfolg: Alle Kündigungen wurden für unwirksam erklärt. Der Vorsitzende Richter beim Landesarbeitsgericht sprach von Behinderung der Betriebsratsarbeit. 

Dass die Betriebsversammlung keinen Wahlvorstand gewählt habe, wundert ver.di-Sekretär Tarim nicht. Die Belegschaft bei Sixt sei wegen des harten Vorgehens der Unternehmensleitung maximal eingeschüchtert.