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Friseurhandwerk: Auszubildende Schlusslicht bei der Bezahlung

Friseurhandwerk: Auszubildende Schlusslicht bei der Bezahlung

Die Vergütungen von Auszubildenden steigen seit Jahren. Nur angehende Friseur/innen werden weiter unterdurchschnittlich bezahlt. Die Tarifvergütungen insgesamt stiegen in 2015 im vierten Jahr in Folge – um bundesweit 3,9 Prozent auf durchschnittlich 826 Euro im Monat. Grund für den Anstieg seien neben der guten Wirtschaftslage die Probleme vieler Betriebe, ihre Lehrstellen zu besetzen. Nur in wenigen Ausbildungsberufen, etwa bei den Friseur/innen hat sich dieser Trend noch nicht durchgesetzt.

Auszubildende verdienen in diesem Beruf 494 Euro in West- und 269 Euro in Ostdeutschland. Das teilte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit. "Die Statistik des BIBB hat den Durchschnitt ermittelt und die belegt, dass in einem Beruf, in dem fast 90 Prozent der Beschäftigten weiblich sind, in einigen Bundesländern Ausbildungsvergütungen gezahlt werden, die weit davon entfernt sind, ein eigenständiges Leben unabhängig von Dritten zu führen", sagt Walter Lochmann, zuständiger Sekretär bei ver.di. Allerdings hat ver.di Ausbildungsvergütungstarifverträge abgeschlossen, die im dritten Ausbildungsjahr beispielsweise in Bayern 667 Euro, in Nordrhein-Westfalen 660 Euro und in Hessen 630 Euro garantieren.