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Autovermietungen: Vermehrtes Interesse an ver.di

Autovermietungen: Vermehrtes Interesse an ver.di

Autovermietungen in Deutschland sind - noch - tariffreie Zone. Viele Arbeitnehmer/innen der etwa 15.000 Beschäftigten in der Branche bekamen zu Beginn des Jahres mit der Einführung des Mindestlohnes erstmals einigermaßen angemessene Vergütungen.

Doch durch den aktuellen Kostendruck, besonders im Geschäftsreisebereich, wird der Druck auf die Beschäftigten zurzeit immer größer. In einigen Vermietunternehmen wird von Personalabbau berichtet, kleinere mussten bereits schließen. Um diesem Druck begegnen zu können, gibt es inzwischen vermehrt Interesse an ver.di. Zumal die Erhöhungen der Vergütung in den vergangenen Jahren deutlich hinter den tariflichen Erhöhungen in anderen, auch vergleichbaren Branchen wie etwa der Touristik, zurückgeblieben sind.

Durch die Filialstruktur ist der Organisationsgrad bislang eher gering – Löhne, Gehälter und Sozialleistungen werden von den Arbeitgebern selbst bestimmt. Betriebsräte gibt es bei den bekannten Vermietern Europcar, Hertz und Avis. Der deutsche Marktführer Sixt hat die Bildung von Betriebsräten bislang stets unterbunden.