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Reisebranche: Niedrige Gehälter

Reisebranche: Niedrige Gehälter

Die Gehälter in der Reisebranche sind alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Unter mehr als 60 untersuchten Branchen schaffte es die Touristik in Sachen Gehälter nur auf Rang 46, schreibt die Fachzeitschrift "Reise vor 9" in ihrer Februar-Ausgabe. Mitarbeiter*innen von Reisebüros und Veranstaltern erhalten rund zehn Prozent weniger als der Durchschnitt der untersuchten Beschäftigten. Daran ändere auch der neue Tarifvertrag nichts, heißt es weiter.

Vom 1. April an steigen die Tarifgehälter um 1,5 Prozent. Ein Expedient im Reisebüro startet mit 1.884 Euro pro Monat. Selbst die Leitung eines Reisebüros wird im ersten Jahr mit nur 2.284 Euro vergütet. Veranstalter zahlen unwesentlich besser. Die neuen Gehälter hat ver.di mit der DRV-Tarifgemeinschaft ausgehandelt. Allerdings sind dort nur hundert Unternehmen mit rund 15.000 Beschäftigten Mitglied. Zudem gibt es  einen von ver.di ausgehandelten Haustarifvertrag mit der TUI Deutschland, der höhere Gehälter garantiert. Der weitaus größere Teil der 70.000 Touristiker*innen arbeitet ohne Tarifvertrag – und wird damit oft noch schlechter bezahlt.