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Geld- und Wertbranche: Mitglieder entscheiden über vorläufiges Tarifergebnis

Seit dem 7. Februar werden die ver.di-Mitglieder der Geld- und Wertbranche zu dem erzielten Tarifergebnis für einen bundesweiten Lohntarifvertrag befragt. Sie entscheiden somit über Annahme oder Ablehnung des noch vorläufigen Tarifergebnisses. Geeinigt hatten sich ver.di und der Arbeitgeberverband BDGW erst am 31. Januar - nach vier harten Verhandlungsrunden inklusive Warnstreiks. Die Tarifkommission hatte daraufhin mit 9 zu 6 Stimmen Mehrheit den ver.di-Mitgliedern die Annahme des Tarifergebnisses empfohlen.

Dem Kompromiss zufolge würden die Tariferhöhungen für die Branche über dem Durchschnitt der Erhöhungen des vergangenen Jahres liegen. Der Durchschnitt der Lohnerhöhungen im CIT liegt über allen Bundesländern im ersten Jahr bei 3,92 Prozent, im zweiten Jahr bei 3,66 Prozent. Das ist mehr als in sehr vielen anderen Branchen. Der Tarifvertrag bietet auch einen Einstieg in eine Angleichung der Löhne um eine deutliche Verringerung des Abstandes Ost zu Nordrhein-Westfalen um 60 Cent in zwei Jahren sowie eine Angleichung auch aller anderen Entgeltgruppen an die hohen Tarifgruppen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Zudem wurde eine Erhöhung der Löhne für betriebliche Angestellte und sonstige gewerbliche Beschäftigte vereinbart. Im Geld und Werttransport (Mobil) werden die Löhne in zwei Jahren zwischen 0,80 Euro und 1,40 Euro erhöht. Für die Beschäftigten in der Geldbearbeitung (Stationär) gibt es eine Steigerung zwischen 0,64 Euro und 1,05 Euro.

Der Vertrag soll eine Laufzeit von zwei Jahren haben, damit sind alle Bereiche des Wach- und Sicherheitsgewerbe Ende 2018 wieder gemeinsam in Tarifverhandlungen.

Nicht durchsetzbar war eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder, ebenso wenig eine klare Perspektive für die Angleichung, z.B. in fünf Jahren, oder für die Bereiche CIT und CASH. Auch wird es die Erhöhungen erst ab dem 1. März 2017 geben.

Mehr Informationen unter: www.aber-sicher.org