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TUI-Tarifverhandlungen: Enttäuschender Auftakt

TUI-Tarifverhandlungen: Enttäuschender Auftakt

Der Verhandlungsauftakt der diesjährigen Entgeltrunde bei der TUI Deutschland ist aus ver.di-Sicht enttäuschend. Zwar ist es nicht gerade außergewöhnlich, dass in der ersten Verhandlungsrunde wenig Greifbares passiert. "Bemerkenswert bis besorgniserregend ist allerdings, wie derart zugeknöpft die Arbeitgeberseite am 20. März agierte", heißt es aus der Tarifkommission der TUI Deutschland. Der Hintergrund: Angeblich soll Konzernchef Friedrich Joussen die Losung ausgegeben haben, dass es im laufenden Geschäftsjahr keine oder allenfalls symbolische Gehaltserhöhungen geben dürfe, da anderenfalls die ambitionierten Renditeziele nicht erreicht werden könnten.

Für die nächste Verhandlungsrunde am 24. April kündigte die Arbeitgeberseite ein "kreatives" Angebot an. Die Tarifkommission beharrt dagegen auf einer "angemessenen Gehaltserhöhung". Denn unter mehr als 60 untersuchten Branchen schafft es die Touristik in Sachen Gehälter lediglich auf Rang 46, wie die Fachzeitschrift "Reise vor 9" in ihrer Februar-Ausgabe schreibt. Mitarbeiter*innen von Reisebüros und Veranstaltern erhalten damit rund zehn Prozent weniger als der Durchschnitt der Beschäftigten der untersuchten Branchen.