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Rede zum 1.Mai: Ute Kittel fordert faire Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit

Die Würde des Menschen ist unantastbar: Ute Kittel vom ver.di-Bundesvorstand und Leiterin der Fachbereiche Besondere Dienstleistungen sowie Bildung, Wissenschaft und Forschung fordert faire Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit ein. Bei ihrer Rede zum 1. Mai im norddeutschen Brake berief sich die Gewerkschafterin auf das Grundgesetz, das die Würde des Menschen garantiere. Weniger dazu passe, dass Deutschland, laut Kittel „eines, wenn nicht das reichste Land Europas“, „Spitzenreiter bei Lohndiskriminierung und Niedriglohnsektor“ sei. Umso wichtiger seien starke Gewerkschaften.

„Wertvolle Arbeit muss auch wertvoll bezahlt werden“, sagte Ute Kittel weiter. Die Einführung des Mindestlohns sei in diesem Zusammenhang „ein guter Anfang“ gewesen, es brauche aber Löhne, von denen Arbeitnehmer*innen wirklich leben können, und eine Altersvorsorge, an der sich auch die Betriebe stärker als bisher beteiligen müssten. Wer wenig verdiene und womöglich noch aufstocken müsse, um über die Runden zu kommen, der habe kein Geld übrig für private Altersvorsorge, sagte die Gewerkschafterin. Auch der Wirtschaft würden geringe Einkünfte letztlich schaden: Nur, wer Geld habe, könne dieses auch ausgeben.

Die Gewerkschafterin forderte in ihrer Rede auch die Integration von Flüchtlingen. Ausbildung und Arbeit seien hierfür ein Motor – nicht jedoch Billigjobs. Die fremdenfeindliche „Alternative für Deutschland“ (AfD) hält Ute Kittel in diesem Zusammenhang auch für Gewerkschafter*innen schlicht nicht wählbar, da sie für Privatisierung, für den Abbau sozialer Sicherung und die Schwächung des Staates stehe.

 

Rede 1. Mai von Ute Kittel Uwe Peglau Ute Kittel