Wach- und Sicherheitsgewerbe

Aviation: Pausen für Sicherheitspersonal am Flughafen Düsseldorf …

Aviation: Pausen für Sicherheitspersonal am Flughafen Düsseldorf erkämpft

Ein erster Erfolg für die Sicherheitsbeschäftigten am Düsseldorfer Flughafen: Die staatliche Arbeitsschutzverwaltung in der Bezirksregierung Düsseldorf hat bestätigt, dass die Beschäftigten der Firma Kötter ein Anrecht auf regelmäßige und bezahlte Entlastungspausen haben. Hierzu wurde der Arbeitgeber jetzt zur sofortigen Umsetzung aufgefordert.

Schon seit Wochen weisen die Betriebsräte gemeinsam mit ver.di-Mitgliedern auf die unerträglichen Arbeitszustände der Sicherheitsbeschäftigten am Düsseldorfer Flughafen hin. Doch erst nachdem zahlreiche Kolleg*innen der Firma Kötter Überlastungsanzeigen gestellt hatten, kam Abhilfe in Sicht.

Was für die Fluggäste endlos lange Wartezeiten bedeutet und aus ihrer Sicht ärgerlich ist, bedeutet für die Beschäftigten Arbeitszeiten ohne Pause. Und das in einem Arbeitsbereich, der hochkonzentrierte Aufmerksamkeit erfordert. „Hier ohne regelmäßige Erholungspausen arbeiten zu müssen, ist ein echter Krankmacher“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Arno Peukes.

Die staatliche Arbeitsschutzverwaltung in der Bezirksregierung Düsseldorf hat nun im Gespräch mit der Firma Kötter unter Beteiligung des Betriebsrates unsere gewerkschaftliche Forderung bestätigt. So ist den Sicherheitskräften nach maximal 2 Stunden Kontrolltätigkeit/Standzeit eine bezahlte Entlastungspause zu gewähren. Als weitere Entlastungsmaßnahme beginnt ab sofort die gesetzliche Pause (Break) im Aufenthalts-/Pausenraum und endet auch dort. Damit werden auch die Wegezeiten von der Kontrollstrecke zum Aufenthalts-/Pausenraum als Arbeitszeit vergütet. Zusätzlich wurde der Firma Kötter von der Bezirksregierung auferlegt, einen Arbeitsmediziner zu beauftragen, der den Gesundheitsschutz im gesamten Arbeitsablauf überprüft, und ein Betriebsarzt soll alle Schichtpläne daraufhin untersuchen, ob bei der Erstellung dieser Pläne Gesundheitsschutzaspekte ausreichend berücksichtigt werden.

Düsseldorf ist aber kein Einzelfall in Nordrhein-Westfalen. Deswegen heißt es für ver.di jetzt, die dort gemeinsam erkämpften Ergebnisse auch für die Beschäftigten in der Fluggastkontrolle am Flughafen Köln/Bonn umzusetzen.

„Das erreichen wir aber nur, wenn die Belegschaft mit ihrer Gewerkschaft geschlossen zusammensteht und zusammen für bessere Arbeitsbedingungen kämpft“, sagt Arno Peukes.