Touristik

Reisebranche: Mehr Gehalt und höhere Azubi-Vergütungen

Reisebranche: Mehr Gehalt und höhere Azubi-Vergütungen

ver.di und die DRV-Tarifgemeinschaft (DRV-T) haben sich am 15. Februar 2018 nach schwierigen Verhandlungen auf eine Erhöhung der Gehälter und der Vergütungen für die Auszubildenden verständigt. Die tarifliche Einigung sieht in den Kernpunkten folgendes vor:

Eine tabellenwirksame Erhöhung der Gehälter (und Leistungszulagen) um 2,5 Prozent zum 1. April 2018. Eine tabellenwirksame Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende um jeweils 40 Euro brutto zum 1. April 2018 und zum 1. Oktober 2018. Reiseverkäufer*innen im Vertrieb, die im eigenen Unternehmen ausgebildet werden, erhalten bei einer Übernahme ab dem 1. April 2018 als Einstiegsgehalt die Vergütung der Beschäftigungsgruppe C Stufe 2. Bisher erfolgte eine Eingruppierung in Stufe 1. Die Differenz beträgt ca. 200 Euro brutto im Monat. Die Tarifverträge können erstmals zum 31. März 2019 gekündigt werden.

Die ver.di-Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis mehrheitlich zugestimmt. 2,5 Prozent mehr Gehalt und insgesamt 80 Euro brutto mehr für die Auszubildenden betrachtet die Kommission als „akzeptabel“. Erfreulich sei das höhere Einstiegsgehalt im Vertrieb. Zudem ist es der Tarifkommission gelungen, den Angriff auf den besonderen Kündigungsschutz für langjährig beschäftigte Arbeitnehmer*innen abzuwehren. Nicht erreichen hingegen konnte ver.di die Durchlässigkeit von der Beschäftigungsgruppe C nach D für die Beschäftigten im Vertrieb.

„Das und einiges mehr hätten wir erstreiten können, wenn wir mehr Gewerkschaftsmitglieder wären. Gegenwärtig ist unsere Durchsetzungsfähigkeit noch begrenzt. Das muss sich ändern, dann spielen wir in einer anderen Liga. Geschenkt bekommen wir jedenfalls nichts“, heißt es zu dem Verhandlungsergebnis aus der Tarifkommission.