Touristik

Reisebranche: Abschluss bei TUI Deutschland

Reisebranche: Abschluss bei TUI Deutschland

ver.di und die Geschäftsführung der TUI Deutschland haben sich nach schwierigen Verhandlungen auf eine Erhöhung der Gehälter und der Vergütungen für die Auszubildenden verständigt. Die ver.di-Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis bereits mit Mehrheit zugestimmt. Insgesamt drei Prozent mehr Gehalt bzw. 80 Euro brutto mehr für die Auszubildenden „sind kein Wunschergebnis“, heißt es bei der Tarifkommission. Jedoch sei unter den komplizierten Rahmenbedingungen nicht mehr möglich gewesen. Im Vorfeld hatte der Vorstandsvorsitzende Friedrich Joussen dem Konzern ein Sparpaket von 100 Millionen Euro verordnet. Erzielt werden konnte dieser Tarifabschluss auch nur Dank zahlreicher Aktionen der aktiven Kolleg*innen.

Die tarifliche Einigung sieht folgendes vor:

  • Eine tabellenwirksame Erhöhung der Gehälter um jeweils 1,5 Prozent (rückwirkend) zum 1. April 2017 und zum 1. Januar 2018.
  • Keine Verrechnung mit eventuellen übertariflichen Vergütungsbestandteilen.
  • Einen Tag Zusatzurlaub im Kalenderjahr 2018.
  • Die Verlängerung der betrieblichen Krankengeldzahlung bis zum Ende des vierten Monats.
  • Eine Entgeltabsicherung bei arbeitgeberveranlassten Versetzungen auf niedrigerer vergütete Stellen (bis zum 30.9.2018).
  • (Tarifvertraglich abgesicherte) Freizeit an Heiligabend und Silvester. Wird an diesen Tagen gearbeitet, müssen diese Stunden zusätzlich vergütet werden.
  • Eine tabellenwirksame Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende um jeweils 40 Euro brutto zum 1. Juni 2017 und zum 1. Januar 2018.
  • Eine erstmalige Kündigungsmöglichkeit der Tarifverträge zum 30. September 2018.