Geld- und Wertdienste

Geld- und Wertbranche: Verhandlungen über Arbeitsbedingungen

Geld- und Wertbranche: Verhandlungen über Arbeitsbedingungen

Bereits zum dritten Mal haben sich die Bundestarifkommission Geld und Wert sowie der Arbeitgeberverband der Branche zu Gesprächen getroffen. Am 24. April 2018 wurde in Frankfurt über die Einführung eines Bundesmanteltarifvertrages gesprochen. Dabei konnten sich beide Seiten auf eine gemeinsame Struktur für das auszuhandelnde Tarifwerk verständigen. Auch wurden alle aktuell für die Beschäftigten der Branche geltenden Landesregelungen gemeinsam ausgewertet. Hier finden sich einige Tarifregelungen, für die schnell ein gemeinsamer Nenner gefunden werden kann. So soll für Themen, die heute nur in einem Bundesland Anwendung finden (z.B. Gruppenunfallversicherung) eine bundesweite Umsetzung erfolgen. Daneben haben die Verhandlungsparteien auch für bereits bundesweit bestehende Punkte Übereinstimmungen im Inhalt festgehalten und zwar auf dem Niveau der besten Regelung.

Insgesamt will die Bundestarifkommission bundesweit einheitliche Regelungen mindestens auf dem Niveau der heute in irgendeinem Bundesland bestehenden besten Regelung erreichen. Dies wird jedoch von der Arbeitgeberseite so grundsätzlich nicht getragen. Die nächsten Gespräche finden am 29. und 30. Mai statt. Dann wird weiter verhandelt und die ersten Gemeinsamkeiten sollen formuliert werden.

Wie erfolgreich die Verhandlungen in den nächsten Monaten würden, hänge von der Unterstützung der Branchenbeschäftigten ab, betont die Bundestarifkommission: „Nur wenn wir gemeinsam verdeutlichen, dass uns die tägliche Arbeit wichtig ist und dass dringend Tarifverträge gebraucht werden, die gutes und gesundes Arbeiten unterstützen, können wir etwas  bewegen.“ Um die Tarifverhandlungen möglichst dicht an der Arbeitsrealität der Beschäftigten führen zu können, befragt ver.di derzeit die Mitarbeiter*innen in der Geld- und Wertbranche zu ihren Arbeitsbedingungen. Bislang haben jedoch lediglich 202 Beschäftigte an der Befragung teilgenommen. Die Bundestarifkommission ruft daher eindringlich alle Beschäftigten der Branche, egal ob ver.di-Mitglied oder nicht, dazu auf, den Fragebogen unter www.aber-sicher.org auszufüllen. Abgabetermin ist der 1. Mai.