Friseurhandwerk

Friseurhandwerk: Innung Hamburg verweigert Tarifverhandlungen

Friseurhandwerk: Innung Hamburg verweigert Tarifverhandlungen

Die Friseur-Innung Hamburg weigert sich, mit ver.di Verhandlungen über einen neuen Ausbildungstarifvertrag zu führen. Dies teilte die Innung, vertreten durch ihren Obermeister Birger Kentzler und die Geschäftsführerin Daniela Schier, der Gewerkschaft am 20. November mit.

„Das ist ein respektloses Verhalten gegenüber allen Friseur-Auszubildenden, die sich der Kampagne "Besser abschneiden" und damit ver.di in diesem Jahr angeschlossen haben und wird deshalb auch nicht akzeptiert. Besonders in einer der teuersten Städte des Landes müssen gute Vergütungen gezahlt werden“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Marvin Reschinsky. ver.di will mit Aktionen nun verstärkt in Hamburg auf das Thema aufmerksam machen und den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Gestartet wurde bereits eine Online-Unterschriftenaktion unter www.openpetition.de, mit der jede Person gegen die Verweigerungshaltung der Innung protestieren kann.

In einigen Bundesländern konnte ver.di in den vergangenen Wochen bereits deutliche Verbesserungen in der Ausbildungsvergütung für die Nachwuchsfriseur*innen erzielen, so etwa in Nordrhein-Westfalen. Dort steigt die Ausbildungsvergütung durch den neuen Tarifvertrag im 3. Jahr bis auf 740 Euro an. In Hamburg liegt die monatliche Ausbildungsvergütung für Auszubildende im Friseurhandwerk zurzeit bei ca. 300 Euro brutto.

Mehr Informationen unter: www.besser-abschneiden.info