Die Call Center-Branche ist ein Wachstumsmarkt. Derzeit arbeiten in Deutschland ca. 520.000 Beschäftigte in rund 6.900 Call Centern - davon weit über 100.000 Beschäftigte in den sog. externen Call Center-Dienstleistern. Studien sagen ein weiteres Wachstum für die kommenden Jahre voraus. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Wertschöpfung auch bei den Beschäftigten ankommt.

Nach einer ver.di-Umfrage unter Call Center-Beschäftigten sagen über 60 Prozent der Befragten, dass ihr Einkommen nicht ausreicht. Über 50 Prozent von ihnen brauchen einen Zweitjob zum Leben und 23 Prozent beziehen gar ergänzend Hartz IV-Leistungen. Dies spiegelt sich in der fehlenden Regulierung der Branche. Bei fast allen Dienstleistern existieren (noch) keine Tarifverträge, deshalb fordert ver.di zunächst einmal Mindestlöhne und arbeitet zugleich perspektivisch an der Realisierung von Tarifverträgen. Die Gewerkschaft fordert daher alle Vorstände und Geschäftsführer von Call Centern und die Interessenverbände der Callcenter-Branche dazu auf, einen tariffähigen Arbeitgeberverband zu gründen.

Was tut ver.di noch für die Beschäftigten der Call Center?

ver.di hat Vorstellungen zu einem Branchentarifvertrag entwickelt. ver.di berät, informiert und schult Betriebsräte sowie gewerkschaftliche Vertrauensleute. ver.di informiert auf Betriebsversammlungen.

... und ver.di hat im Frühjahr 2013 mit der Unterschriftenaktion "Wir fordern einen branchenbezogenen tariflichen Mindestlohn in Call Centern - nicht unter 8,50 EUR!" öffentlichen Druck für eine bessere Bezahlung in den Call Centern gemacht.

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